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Betrüger mieten Girokonten
veröffentlicht: 18.06.2010
1.000 Euro pro Monat versprechen die Inserate, die in vielen Tageszeitungen zu finden sind. Für die Provision muss lediglich das Girokonto „vermietet“ werden. Das Angebot klingt zugegebenermaßen verlockend, zieht aber einen Rattenschwanz an Problemen und Ärger nach sich. Interessenten, die sich auf diese Kleinanzeigen melden und bereit sind, Fremden Zugriff auf das Girokonto zu geben, müssen über kurz oder lang damit rechnen, dass die Kriminalpolizei vor der Haustür steht. Denn die Transaktionen, die über das Konto abgewickelt werden, sind alles andere als legal. Die Täter nutzen die Girokonten für ihre Betrugsmaschen, allen voran das Phishing.
Die Polizei warnt daher eindringlich davor, sich auf derlei Geschäfte einzulassen. Wenn die Täter erst einmal die Zugangsdaten und ein paar Transaktionsnummern (TAN) haben, können sie weltweit auf das Konto zugreifen. Das Geld, das durch die Betrügereien verbucht wird, leiten sie direkt auf ausländische Konten weiter oder heben es bar ab. Innerhalb von ein paar Wochen werden auf diese Weise fünfstellige Beträge verschoben. Die Geschädigten wenden sich dann an den Kontoinhaber, der von all dem nichts weiß. Ihm drohen neben Schadensersatzforderungen auch strafrechtliche Konsequenzen in Form eines Ermittlungsverfahrens wegen Geldwäsche. Also: Die Zugangsdaten für das Girokonto vertraulich behandeln und niemals einem Fremden mitteilen, weder am Telefon noch schriftlich oder im Gespräch unter vier Augen.
A. Maßmann
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