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EC-Karten-Betrug – organisatorische Mängel bei den Banken
veröffentlicht: 4.05.2010
Banken machen es EC-Karten-Betrügern offenbar sehr leicht. Das beweist ein Test der WDR-Sendung „Kriminalreport“. Fünf von zehn Banken fielen durch. Sie stellten neue EC-/Maestro-Karten samt PIN-Nummer aus, ohne die Identität des Kunden zu überprüfen. Dazu reichten ein Anruf oder ein formloses Schreiben. Mit Hinweis auf einen Defekt der Karte baten die Tester, sie zu ersetzen und an eine andere Adresse zu schicken. Dazu waren lediglich die Kontakt- und Kontodaten – also Name, Anschrift, Kontonummer und Bankleitzahl – nötig.
Das Büro des Landesdatenschutz-Beauftragten spricht von einem „erheblichen organisatorischen Mangel bei den Banken“. Es dauerte in der Regel nur wenige Tage, bis Karte und PIN im Briefkasten lagen. Andreas Keuntje vom Westdeutschen Rundfunk erklärte dazu gegenüber der WAZ-Mediengruppe: „Wenige Banken verlangten eine Kopie des Personalausweises. Nur eine Bank nutzte das PostIdent-Verfahren zur Legitimation des Antragstellers.“ Direktbanken seien in dieser Hinsicht weitaus vorsichtiger. Für eine neue EC-Karte müsse eine Transaktionsnummer (TAN) eingegeben werden. Und auf die hat nur der Kontoinhaber Zugriff. Man sollte also vorsichtig sein und regelmäßig den Kontostand prüfen. Immerhin: Betroffene bleiben nicht auf dem Schaden sitzen, betonte eine Sprecherin des Bankenverbandes.
A. Maßmann
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