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Versicherung besteht auf Girokonto bei der Bundesbank
veröffentlicht: 21.01.2010
Sicherheit wünschen sich alle Sparer und Anleger. Sie würden deshalb aber nicht auf die Idee kommen, ein Girokonto bei der Bundesbank zu beantragen, weil es die einzige insolvenzgeschützte Bank ist. Deutschlands drittgrößter Versicherer, Talanx, hat es probiert und wurde abgelehnt. Denn ein Konto bei der Bundesbank gibt es nur für Banken. Und eine Banklizenz kann das Unternehmen nicht nachweisen und ist auch nicht willens, eine solche Lizenz zu beantragen. Jetzt geht der Streit vor Gericht.
„Die Klage ist auf einen formellen Bescheid der Bundesbank gerichtet, ob wir dort ein Konto eröffnen können“, erklärte ein Sprecher der Talanx Versicherung. Begründet wird der Wunsch nach dem ganz besonderen Girokonto damit, dass eine vernünftige Risikovorsorge betrieben werden müsse. Aus Sicht der Versicherung ist ihr Geld bei einer normalen Geschäftsbank im Falle einer Insolvenz trotz Einlagensicherungsfonds nur unzureichend geschützt. Gerade angesichts der Tatsache, dass die Bundesagentur für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Talanx zu den systemrelevanten Instituten zähle, sei es wettbewerbsverzerrend, wenn nur Banken ein Bundesbank-Girokonto eröffnen könnten.
A. Maßmann
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