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Brauchen Kinder ein Girokonto?
veröffentlicht: 19.01.2010
Kinder bekommen schon sehr früh mit, welche Rolle Geld spielt. Zudem verfügen die Kleinen inzwischen über deutlich mehr Geld als ihre Altersgenossen im Jahr 2002. Damals betrug das Taschengeld für Jungen und Mädchen im Alter von sechs und 13 Jahren durchschnittlich 18 Euro. In den vergangenen Jahren ist dieser Wert auf etwa 25 Euro im Monat gestiegen. Doch rechtfertigt diese Entwicklung, schon für Kinder ein Girokonto einzurichten?
Möglich ist es, selbst für Erstklässler. Doch in dem Alter halten Experten ein Girokonto für absolut verfrüht. Zwar werde mit einem eigenen Konto die Selbständigkeit gefördert und lernten Kinder den Umgang mit der Bank, doch Sinn mache es erst ab einem Alter von zwölf Jahren. Dann seien Kinder in der Lage die Zusammenhänge zu verstehen. Sie hätten einerseits gelernt, wie sie mit ihrem Taschengeld umgehen müssen. Andererseits wüssten sie, dass ein Automat nicht unbegrenzt Geld hergebe.
Die Entscheidung liegt bei den Erziehungsberechtigten. Denn ohne ihre Unterschrift läuft bei einer Kontoeröffnung gar nichts. Darüber hinaus haben sie die Möglichkeit, Grenzen zu ziehen und können zum Beispiel festlegen, wie viel Geld der Nachwuchs höchstens abheben darf. Dass das Girokonto kostenlos sein sollte und keinen Dispo bietet, versteht sich von selbst.
A. Maßmann
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