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Dispozinsen bei Girokonten seit Monaten unverändert
veröffentlicht: 5.11.2009
Dass der Dispositionskredit von den Deutschen zwar regelmäßig genutzt, aber eher unbeliebt ist (wir berichteten), hat einen guten Grund: Die Banken halten an den hohen Zinsen fest und geben die Vorteile des niedrigen Leitzinses und des Drei-Monats-Euribor nicht an die Kunden weiter. Die Verbraucherzentrale NRW hat jetzt die Dispo-Zinsen von 15 Geldinstituten unter die Lupe genommen. Die Spanne reichte im Oktober von 7,9 bis 16,99 Prozent. Im Vergleich dazu: Der Drei-Monats-Euribor, zu dem sich die Banken gegenseitig Geld leihen, bewegt sich aktuell bei rund 0,8 Prozent.
Vom Versprechen der Spitzenverbände der deutschen Kreditwirtschaft, „die Verbesserung ihrer Refinanzierungssituation in die Konditionen der Finanzierungsangebote für Privatkunden einfließen zu lassen“, ist damit noch wenig zu spüren. Die Kredit-Zinsen sind nicht gesunken, weder für normale Raten- noch für den Dispositionskredit beim Girokonto. Zehn der 15 überprüften Banken haben die Konditionen seit Juli unverändert gelassen. Wenn die Zinsen zugunsten der Kunden angepasst wurden, dann in der Regel von Banken, die ohnehin mit günstigen Bedingungen aufwarten. Für Kunden heißt das: Bei einem Girokontovergleich sollten sie auch darauf achten, wie hoch die Dispozinsen sind.
A. Maßmann
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