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Direktbanken rechnen sich für Kunden
veröffentlicht: 30.10.2009
Pauschale Angaben, wie viel Geld Kunden mit den Produkten einer Direktbank sparen können, sind mit Vorsicht zu genießen. Sicher ist nur, dass es Sparpotential gibt, zum Beispiel mit einem kostenlosen Girokonto ohne Mindestgehaltseingang. In welchem Umfang nun mehr Zinsen erwirtschaftet und Gebühren eingespart werden, hängt ganz davon ab, welche Sparformen genutzt werden und wie hoch die Sparrate ausfällt. Das ist von Fall zu Fall verschieden und ändert sich entsprechend der Lebensumstände. Das zeigt auch das Beispiel, das die Finanzberatung FMH aus Frankfurt berechnet hat.
Sie hat dazu einen Zeitraum von zwölf Jahren genommen und ist von einem klassischen Verlauf bei einer Familie ausgegangen. Startpunkt für die Berechnung ist das Jahr 1997. 950 Euro legt das Paar anfangs Monat für Monat auf die hohe Kante. Dabei vertraut es voll und ganz auf den Service und die Leistung einer Direktbank. Drei Jahre später werden 20.000 Euro für ein Auto investiert. 2002 folgt das erste Kind. Die Sparrate sinkt auf 200 Euro, steigt 2005 aber wieder auf 700 Euro an. Das Geld fließt 2006 schließlich in den Traum vom Eigenheim, für den 226.000 Euro aufgenommen werden. Unter dem Strich kommt die Finanzberatung auf rund 10.000 Euro Ersparnis gegenüber einer Filialbank. Zum eine dank der günstigeren Gebühren unter anderem beim Girokonto. Zum anderen aufgrund der höheren Zinsen bei der Geldanlage, die schon nach fünf Jahren ein Plus von 2.000 Euro ausmachen – zumindest in diesem Beispiel.
A. Maßmann
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