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Girokonto: Für 90 Prozent der Deutschen würde sich ein Wechsel lohnen
veröffentlicht: 12.10.2009
Das Urteil der EU-Kommission zu den Bankdienstleistungen für Privatleute ist vernichtend. Auch deutsche Banken, von denen 29 überprüft wurden, mussten Schelte einstecken. Vorgeworfen wird den Kreditinstituten vor allem eine unzureichende und teilweise sogar irreführende Kundeninformation bezüglich der versteckten Gebühren. In Deutschland kritisierte die Kommission insbesondere die überdurchschnittlich hohen laufenden Kosten. Trotz vergleichsweise niedriger Kontoführungsgebühren müssten die Bundesbürger im Schnitt immer noch rund 89 Euro im Jahr bezahlen – zum Beispiel für den bargeldlosen Zahlungsverkehr mit der EC-Karte. Im Höchstfall seien es teilweise über 375 Euro jährlich.
Trotzdem machen sich laut EU-Kommission nur sieben Prozent der Bundesbürger die Mühe, Ausschau nach einer neuen Bank zu halten und den Anbieter zu wechseln. Für die Kommission ist das absolut unverständlich. Denn auch beim laufenden Konto könnten die Deutschen viel Geld sparen. In 90 Prozent der Fälle sei es problemlos möglich, ein günstigeres Girokonto zu finden, heißt es in dem Bericht. Dafür sorge alleine schon der Wettbewerb, in dem das komplett kostenlose Girokonto ohne Mindestgehaltseingang einen festen Platz habe. Klaus Schmidt von der ING-DiBa unterstreicht diese Feststellung: „Das kostenlose Girokonto ist heute im Privatkundenmarkt eine ganz wichtige Größe. Für uns ist es das Basisprodukt für alle anderen Produkte.“
A. Maßmann
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