iTAN Verfahren
Um das iTAN-Verfahren zu verstehen, muss man
zunächst begreifen, wie das klassischen Online Banking nach dem PIN/TAN-Verfahren
abläuft. Dabei erhält der Kunde von seiner Bank sowohl eine PIN
(Persönliche IdentifikationsNummer ) als auch eine Liste mit TANs (TransAktionsNummern).
Nun gewährleistet seine PIN den Zugang zu seinem Online Konto,
während er mit seinen TANs die jeweiligen Transaktionen bestätigt.
Es besteht allerdings die Gefahr des "Phishings": ein aus mehreren
englischen Wörtern zusammengesetzter Begriff, der soviel bedeutet,
wie "nach persönlichen Daten Angeln". D.h. mit Hilfe einer
gefälschten www-Seite werden die PIN und eine TAN des Kunden
abgefragt. Anschließend kann eine beliebige Summe von seinem Konto
abgebucht werden.
Dieses Problem kann man mit dem so genannten iTAN-Verfahren
(indizierte TAN) umgehen. Beim iTan-Verfahren erhält der Kunde -
genau wie beim klassischen Verfahren - eine Liste mit TANs. Will er
nun eine Überweisung tätigen, so wird nicht eine beliebige TAN
verlangt, sondern eine bestimmte (beispielsweise die 19). Fängt nun
ein Phisher die TAN ab, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass bei
seiner darauf folgenden illegalen Transaktion - wenn die Liste der
TANs entsprechend lang ist - genau die erbeutete TAN abgefragt wird,
entsprechend gering.
Kritiker werfen dem System allerdings vor, dass es nur Überweisungen
zu einem späteren Zeitpunkt verhindert. Schaltet sich ein Phisher
direkt während der Überweisung zwischen Kunden und Bank ist ein
Missbrauch der Daten immer noch möglich.
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